PRESSEERKLÄRUNG DES KREISVORSTANDES STUTTGART DER PARTEI DIE LINKE VOM 15.7.2010 ZUM ANGEKÜNDIGTEN ABRISS DES NORDFLÜGELS DES HAUPTBAHNHOFES:
Der Kreisvorstand Stuttgart der Partei DIE LINKE erklärt angesichts der Bekanntgabe des Beginns der Abrissarbeiten am Nordflügel des Hauptbahnhofs im August des Jahres:
Die Verantwortlichen des Bahnprojekts Stuttgart 21 suchen ihr Heil vor dem Widerstand der Bevölkerung in der Flucht nach vorn: sie wollen vollendete Tatsachen schaffen, um den Protest der Bevölkerung zu brechen, der zuletzt in der Kundgebung mit 20.000 Menschen im Schlossgarten am 10. Juli 2010 Ausdruck fand.
Der jetzt bekannt gegebene Termin für den Abriss des Nordflügels ist ein Zeichen der Arroganz der Macht der Investoren und Regierenden gegenüber der Bevölkerung, die mehrheitlich den gigantomanischen Bau eines Tiefbahnhofs ablehnt, den Schlosspark und seine Bäume, die Mineralwasserquellen und das historische Bauwerk erhalten will und ein überzeugendes Konzept zur Gestaltung des Kopfbahnhofs vorgelegt hat.
In München und Frankfurt sind ähnliche Pläne bald in den Schubladen verschwunden und die Kopfbahnhöfe blieben erhalten wie in Paris, Wien, Zürich und anderen Großstädten.
In Stuttgart drängt das Kapital und seinen Interessensvertreter in Regierung und Bahn auf die schnelle Schaffung unwiederbringlicher Tatsachen: ist der Flügel erst abgerissen, werden die Kritiker schweigen.
Unser Protest geht aber weiter, die Montagsdemonstration wird am gewohnten Platz fortgesetzt!
Marta Aparicio & Brigitte Tilgner