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Aktuelles


Die Liste unserer Forderungen ist noch lang!

„Alles in Regenbogenbutter? – Von wegen!“. So lautet das Motto der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) DIE LINKE. queer Baden-Württemberg zur Christopher Street Day (CSD) Saison 2018. „Wer sich auf die ‚Expedition wir’ begibt, so das Thema des diesjährigen CSD in Stuttgart, muss erkennen, dass mit der sogenannten ‚Ehe für Alle’ zwar ein großer Etappensieg für gleichgeschlechtlich Liebende in Deutschland errungen wurde. Die Liste der Forderungen zur Verbesserung der Situation queerer Menschen ist jedoch noch lang.“, unterstreichen die Sprechenden der LAG queer DIE LINKE. Baden-Württemberg, Christina Vogelmann, Katharina Vater, Matthias Ehm und Tim Hülquist.

Zu den Forderungen gehören u.a. ein Verbot sogenannter Homo- und Trans-„Heilungen“, ein bundesweiter Aktionsplan gegen Homo- und Transfeindlichkeit sowie die Streichung von Sonderregelungen für Religionsgemeinschaften im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz, die queere Arbeitnehmer*innen schutzlos stellen.

Darüber hinaus müssen gesetzliche Regelungen gefunden werden, die eine unbürokratische, diskriminierungs- und kostenfreie Hilfe für transsexuelle und nicht-binäre Menschen ermöglichen. Alle für die Körperangleichung medizinisch und kosmetisch notwendigen Leistungen müssen von den Krankenkassen übernommen werden. Namens- und Personenstandsänderungen müssen auf Antrag und ohne Begutachtungszwang möglich sein. Außerdem muss unverzüglich eine dritte, positive Option beim Geschlechtseintrag ermöglicht werden. 

Queere Geflüchtete müssen als besonders Schutzbedürftige in speziellen Einrichtungen untergebracht und von speziell geschultem Personal betreut werden. Von der CSU geforderten Abschiebelager (sogenannte ANKER-Zentren), lehnt die LINKE für alle Geflüchteten ab. 

Mit diesen Forderungen war die DIE LINKE. Baden-Württemberg auf dem CSD in Stuttgart vertreten. Bei der Polit-Parade am Samstag, 28.7.2018 verzichtete DIE LINKE bewusst auf einen Parade-LKW und war stattdessen mit einer Fußgruppe und Fahrrädern dabei – aus ökologischen Gründen: „Angesichts astronomisch hoher Schadstoffwerte in Stuttgart halten wir es für unverantwortlich, einen dieselbetriebenen LKW stundenlang Dreck in die Luft blasen zu lassen.“ Doch der Auftritt der LINKEN ist nicht nur diesel-, sondern auch lobbyfrei: „Die LINKE verzichtet – als einzige Partei – schon seit Jahren konsequent auf Unternehmensspenden.“