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Aktuelles

Ursel Beck

VONOVIA-MieterInnen wehren sich gegen Mietenwahnsinn - DIE LINKE ist dabei

Der börsennotierte Immobilienkonzern VONOVIA fährt eine aggressive Gewinnmaximierungsstrategie. Das kriegen die 4.600 Mieterinnen in Stuttgart hart zu spüren. Regelmäßige Mieterhöhungen ohne Einhaltung des Mietspiegel, Verstöße gegen die Mietpreisbremse, viel zu hohe Betriebskosten.
Damit nicht genug, sollen  in der Friedhofstr., Augsburger Str, Nagoldstr. und in der Klingenstraße in S-Ost MieterInnen durch Modernisierungsmaßnahmen mit Mieterhöhungen von bis zu 350 Euro aus Ihren Wohnungen vertrieben werden. Die VONOVIA will die Mieterschaft durch zahlungskräftige Spitzenverdiener austauschen. In der Friedhofstraße wird eine 55 Quadrameter große möblierte Wohnung für eine Kaltmiete von 1.101,90 Euro angeboten.

MieterInnen in Stuttgart und anderswo wehren sich inzwischen  gegen diesen Mietenwahnsinn. Um die 100 Mieterinnen und Mieter - darunter auch einige Mitglieder von DIE LINKE - folgten am 8.5.2018  dem Aufruf der VONOVIA-Mieterinitiative für eine Protestkundgebung vor dem Hochhaus in der Friedhofstraße.
Anlass war die Aktionärsversammlung den Tag darauf, bei der die VONOVIA einen Gewinn von 921 Millionen und eine fette Dividende an die Aktionäre aus dem Geschäftsjahr 2016 bekannt gab. Ursel Beck, Mitglied von DIE LINKE und seit Jahren aktiv in den Mieterinitiativen Stuttgart moderierte die Protestkundgebung: "Wenn es nach den Immobilienkonzernen geht, dann können sich nur noch Spitzenverdiener in Stuttgart eine Wohnung leisten. Und diese Enwicklung wird von Oberbürgermeister Kuhn, der Mehrheit im Stuttgarter Gemeinderat, der Landes- und Bundesregierung befördert. Sie bedienen mit ihrer Politik die Profitinteressen der Immobilienhaie und treiben damit immer mehr MieterInnen in existenzielle Not und Armut".  Ursel Beck erklärte weiter,  dass es gut sei, dass sich immer mehr MieterInnen und Mieter zusammenschließen und sich gemeinsam wehren. Dadurch würden die MieterInnen zu einer Macht.
Tom Adler, Gemeinderat von DIE LINKE und Fraktionsvorsitzender von SÖS-LINKE-PluS erklärte seine solidarische Unterstützung für die betroffenen Mieterinnen. Er kündigte an, dass seine Fraktion eine Erweiterung der Erhaltungssatzung im Nordbahnhofviertel auf die Friedhof- und Mönchstraße beantragen werde und lud die Mieterinnen und Mieter ein an der öffentlichen Sitzung, bei dieser Antrag behandelt werde mit ihren Schildern und Plakaten teilzunehmen. Er betonte, dass es wichtig ist öffentlichen Druck aufzubauen, damit sich im Rathaus was bewegt und dasss die Mieteriniativen die Unterstützung seiner Gemeinderatsfraktion hätten. Die Partei DIE LINKE verteilte bei der Kundgebung den bundesweiten Flyer an die TeilnehmerInnen der Protestkundgebung und gab eine Pressemeldung heraus.  

Der Ortsverband DIE LINKE Cannstatt lud die Anwesenden mit einem Flyer zu einer Veranstaltung zu 200 Jahre Karl Marx ein. Spontane Reaktion einer älteren Mieterin auf den  Marx-Kopf auf dem Flyer:  "Von dem müsste es heute wieder ein paar geben".

Ursel Beck