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Nachrichten aus dem Landesverband

Elwis Capece, Mitglied im geschäftsführenden Landesvorstand

DIE LINKE fordert höheren Mindestlohn

Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut (CDU) warnt vor einem zu hohen Mindestlohn. DIE LINKE in Baden-Württemberg kritisiert diesen Vorstoß.

Elwis Capece, Mitglied im geschäftsführenden Landesvorstand der LINKEN Baden-Württemberg, sagt dazu: "Ein Mindestlohn muss zum Leben reichen und darf nicht in Altersarmut führen. Auch nach der aktuellen Erhöhung des Mindestlohns auf 9,50 Euro ist das noch nicht der Fall. Es ist daher richtig, die Bemessung des Mindestlohns auf neue Füße zu stellen. Die Kritik von Ministerin Hoffmeister-Kraut ist ein Schlag ins Gesicht der Arbeiternehmerinnen und Arbeitnehmer. Corona hat ein Schlaglicht darauf geworfen, dass besonders relevante Berufe wie im Einzelhandel, in der Altenpflege oder als Paketzusteller:innen, an der Grenze zum Mindestlohn entlohnt werden. Wir brauchen gerade für diese Berufe ein größere Wertschätzung. Wir fordern als DIE LINKE einen Mindestlohn von 13 Euro. Erst mit 13 Euro die Stunde ist man nach einem Leben in Vollzeitarbeit im Alter nicht auf die Grundsicherung angewiesen. Das muss der Maßstab für den Mindestlohn sein."

Sahra Mirow, Landessprecherin und Spitzenkandidatin zur Landtagswahl, ergänzt: "Ein höherer Mindestlohn ist nicht nur eine Frage der Wertschätzung der Arbeit, er ist auch ökonomisch sinnvoll. Er nutzt der ganzen Gesellschaft. Wir können es uns auf Dauer nicht leisten, dass immer mehr Menschen unter die Armutsgrenze rutschen. Die Armutsgefährdung steigt stetig. 2019 waren über 26% der alleinlebenden Menschen in Deutschland von Armut bedroht. In der Coronakrise nimmt diese Zahl weiter zu. Gerade in Baden-Württemberg gibt es eine überdurchschnittlich hohe Anzahl von Menschen, überwiegend Frauen und junge Erwerbstätige, die in prekären Beschäftigungsverhältnissen arbeiten. Dabei sind hier die Lebenshaltungskosten deutlich höher als in vielen anderen Bundesländern. Es ist daher nicht nachvollziehbar, wenn Hoffmeister-Kraut jetzt mit der Coronakrise gegen eine Erhöhung des Mindestlohns wettert. Ein höherer Lohn kurbelt auch die Wirtschaft an. Das ist das, was der Einzelhandel nach dem Lockdown unbedingt braucht. Das Land muss als Arbeit- und Auftraggeber mit gutem Beispiel voran gehen. Wir fordern daher einen landesspezifischen Mindestlohn von 13 Euro."


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