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Nachrichten aus dem Landesverband

Sahra Mirow, Landessprecherin

Gute Löhne im Einzelhandel sind auch eine Frage der Geschlechtergerechtigkeit

DIE LINKE. Baden-Württemberg unterstützt die Forderungen der Beschäftigten im Einzelhandel.

Sahra Mirow, Landessprecherin der LINKEN. Baden-Württemberg, sagt dazu: „In der Tarifrunde im Einzelhandel geht es um mehr als nur höhere Löhne in einer Branche. Es geht um gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit und darum prekäre Arbeit, die in Altersarmut führt, zurückzudrängen. Es geht um Geschlechtergerechtigkeit.“ 

Drei Viertel der Beschäftigten im Einzelhandel sind Frauen. Laut Gewerkschaft ver.di reicht einem Fünftel der Beschäftigten in Baden-Württemberg der Lohn nicht für das alltägliche Leben. 88,6% haben Angst vor Altersarmut.  

Gökay Akbulut, Co-Spitzenkandidatin des Landesverbands zur Bundestagswahl, ergänzt: „Dass Altersarmut vor allem ein weibliches Gesicht hat, liegt neben Unterbrechungen der Erwerbsbiographie durch Erziehungszeiten und Angehörigenpflege auch an Niedriglöhnen in Branchen, in denen hauptsächlich Frauen arbeiten. Wir fordern als DIE LINKE eine sofortige Erhöhung des Mindestlohns auf 13 Euro. Alles andere bedeutet Altersarmut.“ 

DIE LINKE fordert in ihrem Wahlprogramm zur Bundestagswahl die Abschaffung des Niedriglohnsektors, von Befristungen und Arbeitsverträgen ohne Sozialversicherung. Die Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen möchte DIE LINKE erleichtern und damit die Verhandlungsmacht von Gewerkschaften stärken. Künftig sollen Tarifverträge auf Antrag der Gewerkschaften für allgemeinverbindlich erklärt werden. Arbeitgeber hätten dann kein Vetorecht mehr. 


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