Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Linkspartei in Stuttgart solidarisiert sich mit den Streikenden bei der Deutschen Bahn

Linkspartei in Stuttgart solidarisiert sich mit den Streikenden bei der Deutschen Bahn

In der Tarifauseinandersetzung mit der Deutschen Bahn AG fordert die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) eine Corona-Sonderzahlung von 600 Euro sowie ein Entgeltplus von 1,4 % für 2021 und eine weitere Erhöhung um 1,8 % ab April 2022 – alles Forderungen sie sich am letzten Abschluss im öffentlichen Dienst orientieren. Nach mehrmonatigen Verhandlungen und unzureichenden Angeboten der DB AG stimmten 95 Prozent der Mitglieder der GDL in der Urabstimmung für den Streik. Unmittelbar nach Bekanntwerden des Abstimmungsergebnis hagelt es nun Kritik gegenüber der GDL, deren Forderungen angesichts des hohen Verschuldungsgrads der Deutschen Bahn und Umsatzeinbrüchen im Zuge der Pandemie als verantwortungslos dargestellt werden. DIE LINKE in Stuttgart solidarisiert sich mit den Streikenden.

Berechtigte Forderungen der Beschäftigten
Die Partei DIE LINKE in Stuttgart solidarisiert sich mit den streikenden Bahnbeschäftigten: »Die Lokführer und das Bahnpersonal haben auch während der Pandemie unter hoher Infektionsgefahr und schweren Arbeitsbedingungen ihr Soll erfüllt. Sie arbeiten im Schichtbetrieb, tragen viel Verantwortung, sind oft tagelang nicht zu Hause. Sie haben sich eine Corona-Prämie und Lohnerhöhungen redlich verdient«, meint Onur Capci, Mitglied im Kreisvorstand der Stuttgarter LINKEN.

Missmanagement und Fehlinvestitionen sind das Problem, nicht gute Löhne für das Personal
Zu den Vorwürfen gegenüber der GDL meint Thomas Lamparter, Sprecher der AG Betrieb & Gewerkschaft der LINKEN Stuttgart: »Verantwortlich für die wirtschaftliche Schieflage der Deutschen Bahn AG sind nicht Umsatzeinbrüche wegen der Pandemie und schon gar nicht die Löhne der Beschäftigten. Verantwortlich ist einzig und allein das Management des Unternehmens, sowie der Bund als Eigentümer. Verluste aufgrund von Fehlinvestitionen und riskanten Beteiligungen sollen nun auf den Rücken der Beschäftigten abgewälzt werden. Gleichzeitig sollen die Vorstandsmitglieder Pofalla, Lutz und Huber ab 2023 10 % mehr Gehalt erhalten. Wieso wird in dem Fall nicht nach der Verhältnismäßigkeit gefragt?«

Eskalation geht auf das Konto der DB AG
Auch die Eskalation in den Tarifverhandlungen geht aus Sicht der LINKEN Stuttgart in erster Linie auf das Konto der Bahn: »Wochenlang wurde der GDL kein vernünftiges Angebot unterbreitet. Trotz Entgegenkommen der Gewerkschaft sperrte sich die Arbeitergeberseite die Verhandlungen in Richtung einer Einigung zu lenken. Angesicht der steigenden Inflationsrate sind die Forderungen eher bescheiden«, meint Onur Capci und ergänzt: »Der GDL blieb nichts anderes übrig, als in den Streik zu treten und den Druck auf das Management der Bahn zu erhöhen. Dies zeigt auch die überwältigende Zustimmung der Gewerkschaftsmitglieder. Als Kreisvorstand der Partei DIE LINKE in Stuttgart unterstützen wir solidarisch den berechtigten Arbeitskampf der Beschäftigten der Deutschen Bahn.«

Bildquelle: bigbug21, 2007, Fahne und Schild zum Warnstreik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer an einer Lokomotive der Baureihe 143 in Leipzig, CC-SA-25