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KV Stuttgart Termin
10:00 Uhr

Spurwechsel - Gerechte Mobilitätswende, Sicherung von Arbeitsplätzen & alternative Produktion in Baden-Württemberg

Gewerkschaftshaus, Willi-Bleicher-Str. 20 | Konferenz | Veranstalter: Rosa Luxemburg Stiftung BW

Spurwechsel - Gerechte Mobilitätswende, Sicherung von Arbeitsplätzen & alternative Produktion in Baden-Württemberg
Tagung/Konferenz u.a. mit Prof. Klaus Dörre (Uni Jena), Mario Candeias (RLS), Nisha Tossaint-Teachout (FFF Stuttgart), Bernd Riexinger (MdB, Die Linke), Bernhard Knierim (Bahn für alle) u.v.m.

Worum geht‘s?
Abwehrkämpfe erfolgreich führen
Die industrielle Basis von Baden-Württemberg ist durch die Automobil- und Zuliefererindustrie geprägt. Auch Teile des Maschinenbaus, der Chemieindustrie, der IT und weiterer Bereiche sind damit eng verbunden. Hunderttausende von Arbeitsplätzen sind davon abhängig. Wir stehen vor einer gewaltigen Transformation dieser Industriebereiche. Die Stichworte sind Elektromotorisierung und Digitalisierung. In den letzten Jahren wurden schon zahlreiche Standorte geschlossen und/oder in osteuropäische Länder verlagert. Tausende industrieller Arbeitsplätze wurden vernichtet. Es wird geschätzt, dass durch die Elektromotorisierung mehrere hunderttausend Arbeitsplätze verloren gehen werden. Viele Beschäftigte, ihre Betriebsräte und ihre Gewerkschaft stehen vor heftigen Abwehrkämpfen und wir wollen diskutieren, wie sie erfolgreich geführt werden können.


Mobilitätswende als Chance...
Gleichzeitig droht eine gefährliche Klimakatastrophe, die die Lebensbedingungen besonders der jungen Generation gefährdet. Vorboten, wie Stürme, Überschwemmungen, zu heiße und trockene Sommer sind schon längst zu spüren. Der Auto- und LKW-Verkehr ist der einzige Bereich, indem seit den 90er Jahren die Emissionen nicht gesunken sind und der zu den größten Emissionsverursachern zählt. Aus klimapolitischen und ökologischen Gründen ist eine nachhaltige Mobilitätswende dringend geboten, die mehr umfasst als den Wechsel der Antriebsform.

...für neue Industriearbeit
Stichworte sind fuß- und fahrradfreundliche Städte, großzügig ausgebauter ÖPNV mit niedrigen Ticketpreisen, Verlagerung von Personen- und Güterverkehr auf die Schiene. Eine Studie der RLS ergab, dass bis zu 400 000 Industriearbeitsplätze geschaffen werden können, wenn der ÖPNV um das 2,5fache ausgebaut würde. Das bietet Perspektiven für den Umbau der Industrie, der Klima und Arbeitsplätze schützt. Kann durch betriebliche und regionale Konversion die industrielle Basis des Landes auf neue Füße gestellt werden? Damit wollen wir uns auf der Konferenz ebenfalls auseinandersetzen.

Erweiterte Mitbestimmung...
Ein weiterer Schwerpunkt soll auf der Debatte zur dringend notwendigen Erweiterung der betrieblichen Mitbestimmung und zu Schritten auf dem Weg zur Wirtschaftsdemokratie gelegt werden. Ohne erweiterte Mitbestimmung und ohne die Demokratisierung der 
Wirtschaft wäre ein sozialökologischer Umbau im Interesse der Mehrheit der Bevölkerung nur schwer vorstellbar. 

...und Transformationsräte
Können betriebliche und regionale Transformationsräte ein erster Schritt in Richtung Wirtschaftsdemokratie sein? Können hierzu Bündnisse zwischen Gewerkschaften, Klimabewegung, sozialen Gruppen und Initiativen, Wissenschaftler*innen, Kommunalvertreter*innen, u.a. wirtschaftsdemokratische Initiativen befördern?

Wir wollen auf unserer Tagung möglichst vieleInteressierte von Gewerkschaften, Klimabewegung, Umwelt- und Sozialverbänden Kommunalpolitiker*innen, Vertreter*innen von sozialen Gruppen und Initiativen, Stadtplaner*innen oder anderweitig interessierte und engagierte Menschen zur Diskussion einladen. Damit wir besser planen können, freuen wir uns über frühzeitige Anmeldungen. Voranmeldung unter bawue@rosalux.org

Mehr Informationen unter https://bw.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/DWV4Z 

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