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Der Einmarsch türkischer Truppen in Syrien

Anlässlich der bevorstehenden Invasion der türkischen Armee in Syrien, haben am Dienstag, den 08.10. mehrere hundert Menschen in Stuttgart demonstriert.

Auf der Demonstration, die mit einer Kundgebung auf dem Schlossplatz ihren Abschluss fand, herrschte zurecht große Sorge um die Menschen in der betroffenen Region. Durch den Abzug der USA Truppen hat  der US-Präsident Trumpp der türkischen Regierung faktisch den erneuten Einmarsch in Syrien ermöglicht. Dabei sind es gerade die Menschene in diesem mehrheitlich von Kurdinnen und Kurden bewohnten Gebiet, die in den letzten Jahren die größten Opfer im Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat erbracht haben.

"Der Einmarsch der Türkei in Nordsyrien wäre ein Verstoß gegen das Völkerrecht. Präsident Erdoğan geht es in Wirklichkeit weder darum, das Gebiet von Terrorist*innen zu befreien, noch eine Sicherheitszone für geflüchtete Syrer*innen zu schaffen. Im Fokus stehen für ihn außen- und innenpolitische Interessen. Insbesondere die kurdisch geführte, demokratische Selbstverwaltung in der Region soll zerstört werden und mit dem Einmarsch, so wie mit der Ansiedlung syrischer Geflüchteter soll größtmöglicher Einfluss auf die Neugestaltung Syriens gewonnen werden.“

Die meisten hier lebenden Kurden/Innen  sind der Meinung: Die Bundesregierung hat diesen Menschen gegenüber eine besondere Verantwortung. Sie muss im Rahmen ihrer Möglichkeiten alles dafür tun, um die Pläne des türkischen Präsidenten Erdogan zur militärischen Eroberung der Grenzregionen im Nordosten Syriens und der Vertreibung der aktuell dort lebenden Menschen zu stoppen. Es kann nicht sein, dass die Bundesregierung trotz aller Kriegsvorbereitungen an ihrer militärischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit dem Erdogan-Regime festhält! Die Bundesregierung darf nicht mehr den erpressungen des türkischen Staatpräsindenten nachgeben.

Wir, DIE LINKE. Stuttgart unterstützen unsere kurdischen Freundinnen und Freunde in Stuttgart mit Ihrer Forderung für Frieden und Selbstbestimmung in Ihrer Heimat.

Daher fordern auch wir, DIE LINKE. die Europäische Union und die Weltgemeinschaft auf diesen aggressiven und gefährlichen Vorstoß der Türkei scharf zu verurteilen und alle diplomatischen und wirtschaftlichen Mittel einzusetzen, um den Einmarsch zu stoppen

Kreisvorstand
DIE LINKE. Stuttgart

PS: Die Solidaritätsplattform plant für Samstag, 12.10.2019 eine Grossdemonstration in Stuttgart. Beginn: 15.00 Uhr Lautenschlagerstraße. Für DIE LINKE. spricht unser Parteivorsitzende Bernd Riexinger