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Aktuelles


DIE LINKE in Stuttgart unterstützt Besetzung der Forststraße und ist Mitorganisatorin der Stuttgarter Mietendemo am 6. April

Am 9. März 2019 entschlossen sich mehrere Menschen, die in Stuttgart lange vergeblich nach einer bezahlbaren Wohnung gesucht hatten oder durch drastische Mieterhöhungen aus ihren Wohnungen vertrieben wurden, Wohnungen in einem seit mehreren Jahren leerstehenden Haus in der Forststraße 140 zu besetzen.

 

„Wir haben Verständnis für die neuen Bewohner*innen der Forststraße 140“, sagt Dagmar Uhlig, Sprecherin der Partei DIE LINKE in Stuttgart. „Die Wohnungssituation ist für viele Menschen in Stuttgart inzwischen so dramatisch, dass sie sich zu solchen Schritten gezwungen sehen.“

Die Angebotsmieten haben sich zwischen 2007 und 2017 verdoppelt. Damit ist Stuttgart inzwischen die 3. teuerste Stadt in Deutschland. Menschen mit geringen Einkommen geben über 50 % ihres Monatseinkommens für die Miete aus. Stuttgart ist zu einem Spielfeld der Immobilienspekulation geworden, auf dem riesige Profite erwirtschaftet werden. Trotzdem oder gerade deswegen gibt es eine große Anzahl leerstehender Wohnungen. Gründe hierfür sind der meist höhere Weiterverkaufspreis für Immobilien im entmieteten Zustand und das Interesse an hochpreisiger Neuvermietung.

Für DIE LINKE ist klar: Das Menschenrecht auf Wohnen steht über den Profiten der Immobilienwirtschaft! „Wir haben in Stuttgart über 4000 Menschen auf der Warteliste für eine Sozialwohnung und gleichzeitig stehen 4000 Wohnungen leer, das kann nicht sein!“ meint Filippo Capezzone, Sprecher der LINKEN Stuttgart. „Stadtverwaltung, konservative Parteien, Grüne und SPD haben es soweit kommen lassen. Sie stimmten für den Verkauf von städtischen Grundstücken oder für den Abriss von bezahlbaren Wohnungen. Statt nun die Besetzer*innen zu kritisieren, muss nun endlich etwas getan werden: Kein städtischer Grund darf mehr privatisiert werden, Mieter*innen müssen wirksam vor Mieterhöhungen geschützt werden, spekulativer Wohnungsleerstand muss konsequent geahndet werden.“ so Filippo Capezzone weiter.

Stadträt*innen der LINKEN in der Fraktion SÖS LINKE PluS unterstützen die Bewohner*innen der Forststraße 140 und beantragen im Gemeinderat, dass die Stadt Stuttgart das Gebäude kauft und Mietverträge zu bezahlbaren Mieten mit den Bewohner*innen abschließt.

Um die Wohnungspolitik vom Kopf auf die Füße zu stellen und dem Menschenrecht auf Wohnraum Vorrang zu geben vor dem Profit der Immobilienwirtschaft, braucht es ein starkes Zeichen aus der Stadtgesellschaft. Deshalb engagiert sich der Kreisverband der Partei DIE LINKE in Stuttgart im Bündnis für die große Stuttgarter Mietendemo am Samstag, den 6. April auf dem Schlossplatz.