Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Ein Jahr nach dem Zielbeschluss – Weichen sind gestellt, umgesetzt ist nichts

Rückblick: Vielversprechender Auftakt, schleppende Umsetzung
Mit dem Zielbeschluss des Gemeinderats am 26. Juli 2017 hat das Bündnis Stuttgart laufd nai einen entscheidenden Meilenstein in Richtung lebenswerte Stadt für alle
gesetzt: „Kurz vor dem Startschuss für das von uns initiierte Bürgerbegehren
reagierte eine Mehrheit im Gemeinderat und übernahm unsere zentralen
Forderungen. Nun ist die Verwaltung verpflichtet, alle Planungen innerhalb des
Cityrings auf den Zielbeschluss abzustimmen“, sagt Bündnissprecherin Susanne
Jallow.
Das zweite Halbjahr 2017 stand im Zeichen der Haushaltsberatungen: „Hier haben
wir es geschafft, die Gelder für die Umsetzung zu verdoppeln“, so Bündnissprecher
Christoph Ozasek.
Mit einer Million Euro pro Jahr für die Umsetzung und weiteren 150 000 Euro für die
Planung sowie einer Personalstelle sei ein Anfang gemacht. „Projekte, die ebenfalls
zu laufd nai gehören wie beispielsweise die 2,65 Mio. Euro teure Umgestaltung der
Dorotheenstraße und die Hebung des Nesenbachs sind separat im Haushalt mit
Geld hinterlegt,“ so Ozasek. „Erfreulicherweise wird die Stelle zur Umsetzung des
Zielbeschlusses beim Stadtplanungsamt ab dem 1. August besetzt sein“, freut sich
Susanne Jallow.
Blick nach vorne: Tempo machen bei der Umsetzung
„Bei allem Verständnis, dass die Umsetzung Zeit benötigt und Vorarbeiten gemacht
werden müssen – es wird Zeit, dass endlich etwas umgesetzt und sichtbar wird, was
eine lebenswerte Innenstadt ausmacht“, betont Bündnissprecherin Clarissa Seitz.

„In den letzten Monaten haben wir einige konstruktive Gespräche mit der Verwaltung
geführt“, erläutert Christoph Ozasek. „Dabei haben wir teils Offenheit für unsere
Anliegen festgestellt, teils aber auch Zurückhaltung, als ob es den Zielbeschluss
nicht gäbe“. „Die Entfernung der Pkw-Stellplätze in der Eberhardstraße wird zum
Gradmesser, ob die Verwaltung willens ist, den Zielbeschluss praktisch umzusetzen“,
sagt Christoph Ozasek.
„Wir werden weiter Druck machen und für die Umsetzung unserer Ziele streiten“, gibt
sich Susanne Jallow kämpferisch. „Wir haben uns immer die Option offen gehalten,
ein Bürgerbegehren zu initiieren – wir können das jederzeit starten und sind mit 23
Mitgliedsorganisationen auch schlagkräftig genug, das erfolgreich umzusetzen“,
bekräftigt Jallow. „Das kommt aber nur in Frage, wenn die Umsetzung nicht klappt
und Gemeinderat und Verwaltung entgegen den Zielbeschlüssen handeln“, so die
Bündnissprecherin weiter.
Radentscheid: laufd nai weiterdenken
„Mit dem Radentscheid ist eine weitere Initiative entstanden, die den Gedanken von
laufd nai im Sinne des Farradverkehrs auf die gesamte Fläche der Stadt
weiterentwickelt“, freut sich Susanne Jallow. „Wir haben das als Bündnis von Anfang
an unterstützt und sammeln selbst auch Unterschriften“, betont die Sprecherin.
Zukunftsbilder: Master-Studierende der Fachhochschule zeigen wie laufd nai
umgesetzt werden kann
An der Hochschule für Technik haben sich Seminarteilnehmer_innen eines Master-
Studiengangs im laufenden Sommersemester mit der Umsetzung von Stuttgart laufd
nai beschäftigt. „Wir waren im intensiven Austausch und haben gesehen, wie
menschenfreundlich man die Stadt gestalten kann, wenn Raum vom Kfz-Verkehr
befreit wird“, so Christoph Ozasek. „Die Ideen beflügeln und geben uns extra
Motivation, die Umsetzung der Zielbeschlüsse zu beschleunigen und die Innenstadt
so umzugestalten, dass man gerne nai laufd“, so Ozasek abschließend.

Hintergrund:
Antrag 205/2017 „Eine lebenswerte Stadt für alle“ wurde am 26. Juli 2017 mit
folgendem Ergebnis abgestimmt: Dafür: 31, dagegen 27, Enthaltung: 1