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Bild: PJT, 2020
Baden-Württemberg, Deutschland, Orte, Stuttgart

Nein zu Fahrpreiserhöhungen im VVS

Gerade im Bereich Verkehr verfehlt das Land Baden-Württemberg die CO2-Einsparziele zum erreichen des 1,5° Ziels am deutlichsten. Eigentlich hätte die Landesregierung den Treibhausgasausstoß im Jahr 2020 im Verkehrswesen auf 16 Mio. t CO2 senken wollen. Stattdessen steigt der Ausstoß immer weiter an und hat sogar 24 Mio. t erreicht. Der Verkehr und darunter natürlich vor allem der Autoverkehr und der Güterverkehr mit LKWs macht inzwischen ein Drittel aller Treibhausgasemissionen im Südwesten aus. Insofern sehen wir im Verkehrssektor den wichtigsten Hebel für mehr Klimaschutz in Baden-Württemberg.

Das Ziel muss klar sein: Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs. Mehr Bahn-Linien, engere Takte, überall Barrierefreiheit und mehr Personal & höhere Löhne für die Beschäftigten. Gleichzeitig müssen aber auch die Fahrpreise sinken, um Bus & Bahn gegenüber dem Auto attraktiver zu machen und die Menschen finanziell zu entlasten, die auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen sind, um zur Arbeit, zur Schule, in die Uni oder wohin auch immer zu kommen.

Wenn man Nahverkehr als umweltfreundliche Alternative zum Auto attraktiv machen möchte, dann sind Fahrpreiserhöhungen das dümmste was man machen kann. Seit gestern, dem 1. April 2021, sind im Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) die Fahrpreise wieder um 2,7% gestiegen. Die Erhöhung trifft die Preise der Abos- und Monatstickets. Das Senioren-Jahresabo im Gesamtnetz kostet jetzt z.B. 582 Euro statt bisher 567 Euro. Das 9:00 Uhr Jahresticket in der Innenzone kostet statt 530 jetzt 545 Euro. DIE LINKE hat diese Fahrpreiserhöhungen im Gemeinderat und im Regionalparlament abgelehnt. Wir sagen: Wer Fahrpreise erhöht, stellt sich gegen die Verkehrswende und gegen den Klimaschutz und belastet die Menschen, die in der Wirtschaftskrise und Pandemie ohnehin schon mit Einkommenseinbußen zu kämpfen haben.