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Schutzschirme für Menschen nicht für Profite! DIE LINKE Kreisverband Stuttgart wählt Kandidierende zur Landtagswahl

Der Kreisverband der LINKEN Stuttgart wählte am 25. Juli 2020 im Bürgerhaus West die Kandidierenden zur Landtagswahl 2021.

  • Im Wahlkreis 1 tritt der 32-jährige Filippo Capezzone im Team mit der 38-jährigen Lehrerin für Pflegeberufe Johanna Tiarks (stellv.) an.
  • Im Wahlkreis 2 treten die Doktorandin im Fach Philosophie und Landesfrauenbeauftragten der Partei DIE LINKE Lisa Neher (34) und der 28-jährige Wirtschaftsingenieur und Mitbegründer der Initiative Seebrücke Stuttgart Dennis Klora (stellv.) an.
  • Im Wahlkreis 3 tritt die 53-jährige Aynur Karlikli an, die sich für die Rechte von Migrant*innen engagiert an, zusammen mit dem 25-jähigen Vertreter der Linksjugend Sebastian Stark (stellv.) aus Stuttgart-Freiberg.
  • Im Wahlkreis 4 tritt die Mietenaktivistin aus Bad Cannstatt Ursel Beck (65) an, sowie der ehemalige Porsche-Betriebsrat Reiner Hofmann (67, stellv.).

»Angesichts der Einkommensverluste vieler Menschen (erst im Zuge der Corona-Pandemie und später durch die wirtschaftliche Rezession), angesichts der Tatsache, dass in Baden-Württemberg 8% der Kinder von SGB-II-Leistungen leben müssen und dass 13% aller Haushalte von Armut bedroht sind, fehlt DIE LINKE als Partei für soziale Gerechtigkeit & bezahlbaren Wohnraum im Landtag«, sagt Dagmar Uhlig, Kreissprecherin der LINKEN in Stuttgart und ergänzt: »Wir werden Menschen mit niedrigen Einkommen, die prekär beschäftigt sind und nicht wissen, wie sie ihre Miete zahlen sollen, im Landtag eine Stimme geben.«

Eines der drängendsten sozialen Probleme in Stuttgart sind aus Sicht der LINKEN die hohen Mieten, die bei vielen Menschen oft mehr als die Hälfte des verfügbaren Einkommens verschlingen. »In Stuttgart stehen wir seit vielen Jahren an der Seite der Menschen, die sich gegen Mieterhöhungen und Verdrängung wehren. Wir freuen uns, dass mit Ursel Beck und Filippo Capezzone zwei engagierte Mietenaktivist*innen kandidieren«, sagt Pablo Alderete, Sprecher der LINKEN Stuttgart. »Wir freuen uns auch, dass mit Sebastian Stark ein Vertreter der vielen jungen Menschen kandidiert, die in unsere Partei strömen. Angesichts des Mietenwahnsinns in Stuttgart kann man mit einem Azubi-Gehalt kaum noch ein WG-Zimmer bezahlen«, fügt Alderete hinzu.

In Baden-Württemberg ist der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen im Vergleich der Bundesländer seit Jahren am größten und der Anteil an Frauen im Landtag am niedrigsten. Frauen sind im Zuge der Corona-Pandemie besonderen ökonomischen Belastungen ausgesetzt. Aber auch häusliche Gewalt hat zugenommen, weswegen es besonders problematisch ist, wenn in Baden-Württemberg mindestens 630 Frauenhausplätze fehlen. »Diese Forderungen sehen wir von Lisa Neher, unserer Kandidatin im Wahlkreis II und Landesfrauenbeauftragten der LINKEN, engagiert vertreten«, so Uhlig.

DIE LINKE. Stuttgart ist alarmiert, wie in den Medien und der Politik derzeit Stimmung gegen Migrant*innen gemacht wird: »Wer, Migration und Kriminalität in einem Atemzug nennt, der bereitet rechten Parteien den Boden. Mit Aynur Karlikli und Dennis Klora haben wir zwei Kandidierende, die sich gegen Rassismus und für die Rechte von Arbeitsmigrant*innen und Geflüchteten engagieren«, ergänzt Dagmar Uhlig.

»DIE LINKE steht sowohl an der Seite der Beschäftigten, die – mit der hereinbrechenden Wirtschaftskrise – für ihre Arbeitsplätze kämpfen, als auch an der Seite der vielen, und viel zu schlecht bezahlten Kolleg*innen in den sozialen Berufen«, erklärt Kreissprecher Pablo Alderete. Hierfür stehen Reiner Hofmann, ehemaliger Betriebsrat bei Porsche und die gelernte Krankenpflegerin und Lehrerin für Pflegeberufe Johanna Tiarks.

»Mit unseren Kandidat*innen und unseren Mitgliedern kämpfen wir für ein sozial gerechtes Baden-Württemberg, in dem Armut, Bildungsungerechtigkeit und Rassismus keinen Platz haben«, schließt Dagmar Uhlig.

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