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Radtour des OV-Cannstatt entlang der Strecke des geplanten Nordostrings

Bericht vom 04.08.2019

Alle 28 Teilnehmer*innen waren sich einig: das muss verhindert werden!

Zum zweiten mal lud der Ortsverband DIE LINKE - Bad Cannstatt - Mühlhausen - Münster zu einer Radtour entlang der Route für den geplanten autobahnähnlichen Nordostring zwischen der A 81/B 27 in Kornwestheim und der B 14/29 bei Fellbach/Waiblingen. Durch den Nordostring soll mit den Autobahnen A 8 und A 81 ein Autobahnring um Stuttgart gebildet werden. DIE LINKE lehnt den Nordostring ab.

"Alle Politiker reden von Klimaschutz. Wenn sie das ernst nehmen würden, dann müssten sie den Nordostring sofort aus dem Bundesverkehrswegeplan streichen und stattdessen den öffentlichen Personenverkehr ausbauen." So Ursel Beck, die Sprecherin des Ortsverbandes Bad Cannstatt bei ihrer Begrüßung zur Radtour. Die Tour ging entlang der wunderschönen Landschaft über das Schmidener Feld weiter über die Felder zwischen Oeffingen und Hegnach, zwischen Aldingen und Mühlhausen über den Neckar, am Sonnenhof vorbei und dann bis zur Vereinsgaststätte des TV-Zazenhausen.

Joseph Michl von der Arge Nord-Ost übernahm die Führung der Radtour und erklärte an mehreren Haltepunkten die katastrophalen Auswirkungen des Nordostrings. Joseph Michl betonte, dass die Klimakatastrophe das wichtigste Argument gegen den Nordostring ist. Einmal weil er mehr klimaschädlichen Straßenverkehr bedeutet und zum anderen weil durch die Klimakatastrophe fruchtbare Ackerböden rar werden und durch den Nordostring der fruchtbarste Ackerboden, den es überhaupt in unserer Region gibt, überbaut wird. Hinzu kommt, dass ein Naherholungsgebiet verloren geht und die Anwohner extremen Lärmbelästigungen ausgesetzt sind. Ein Diskussionspunkt auf der Tour war der Vorstoß von Landesverkehrsminister Hermann. Er will nun einen Faktencheck zum Nordostring veranlassen. Ursel Beck betonte die Gefahr eines solchen Faktenchecks, weil wir Gegner wie bei Stuttgart 21 nicht bestimmen welche Fakten am Ende zählen. Hinzu kommt, dass die Straße eine Bundesstraße ist und der Bund bestimmt. Und genauso wie bei S 21 müsse man sich nicht wundern, wenn die Grünen am Ende umfallen. Das Bundesverkehrsministerium ist für den Nordostring. Die Regionalversammlung hat den Nordostring mehrheitlich mit "höchster Dringlichkeit" in den Regionalverkehrsplan aufgenommen. DIE LINKE hat dagegen gestimmt. Joseph Michl berichtete dass die Arge Nord-Ost einige mit Bäumen bepflanzte Grünflächen auf dem Gelände des Nordostrings hat und nicht bereit sei diese Flächen zu räumen. Auch einer Enteignung für diesen unsinnigen und umweltschädlichen Straßenbau werde man sich widersetzen.