Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Solidarität mit den Beschäftigten Daimler missbraucht Corona-Krise als Vorwand zu Lasten der Beschäftigten!

DIE LINKE in Stuttgart nimmt mit einem Aktuellen Infoblatt Stellung zum aktuellen betrieblichen Konflikt bei Daimler.

Völlig zu Recht protestiert die Daimler-Belegschaft in Stuttgart und an anderen Standorten in Deutschland gegen die aktuellen Pläne des Managments, bestimmte Bereiche der Motorenproduktion ins Ausland zu verlagern. Die Corona-Krise wird von der Konzernleitung zu Lasten der Beschäftigten missbraucht. Statt den nötigen Umbau der Produktion für eine sozialökolo-gische Wende voranzubringen und den Beleg-schaften eine klare Zukunftsperspektive zu geben, wird auf Stellenabbau und Verlagerung sowie den Verkauf von Unternehmensteilen gesetzt. Den Kolleginnen und Kollegen wird dabei täglich mit neuen Horrorszenarien gedroht. Gut, dass die Betriebsräte und die IG Metall hier dem Management ein klares Stopp-Schild setzen! 

Die Bundesregierung schaut dabei mehr oder weniger tatenlos zu, wie zu Lasten der Beschäftigten Arbeitsplätze in Deutschland vernichtet und Kosten eingespart werden. Von der Landesregierung und Ministerpräsident Kretschmann, der sonst immer gerne im neuesten Mercedes Benz posiert, ist ebenfalls nichts zur Sache zu hören, und der Stuttgarter OB Kuhn ist scheinbar schon im Ruhestand. Es rächt sich jetzt, dass die Bundesregierung versäumt hat, die Inanspruchnahme staatlicher Hilfen in der Krise an Arbeitsplatz- und Standortgarantien zu knüpfen. Die Bundesregierung muss endlich aus ihren Fehlern lernen: Keine  finanziellen Hilfen ohne Sicherung von Arbeits-plätzen und Klimaschutz! Außerdem ist es höchste Zeit, die Mitbestimmungsrechte der Belegschaften auf Belange wie Standort-schließungen und -verlagerungen auszudehnen. Es rächen sich jetzt auch die Versäumnisse  von Daimler bei der ökologischen Mobilitätswende. Die Versäumnisse der Manager gefährden die Wirtschaft der gesamten Region Stuttgart und der Branche. Als Parteivorsitzender der Partei DIE LINKE und als Bundestagsabgeordneter im Wahlkreis Stuttgart stehe ich an der Seite der Gewerkschaften und der Belegschaften, um diesen Angriff abzuwehren. Eine neue Strategie bei Daimler muss die Beschäftigten in den Mittel-punkt des Unternehmens stellen und diese bei den kommenden Weichenstellungen mitentschei-den lassen. Darum muss in Zukunftstechnologien investiert werden, zukunftsfähige Ferti-gungskapazitäten aufgebaut und Personal für diese Veränderungen qualifiziert und weiter-gebildet werden. Selbstverständlich muss des-halb auch der „E-Campus Mercedes-Benz Drive Systems“ in Untertürkheim errichtet werden, um elektrische Antriebe und Batteriezellen zu entwickeln. Ebenso muss aber auch die Kurbel-wellenfertigung in Untertürkheim verbleiben, damit wichtige Arbeitsplätze erhalten werden. Dazu sind auch Investitionen in die Erweiterung von Flächen nötig. Hier ist auch der Stuttgarter Gemeinderat gefragt.   Wir brauchen keine Transformation zulasten der Kolleginnen und Kollegen. Dagegen braucht es Gegenwehr. Wir brauchen stattdessen eine ökologisch-nachhaltige Transformation, die alle Beschäftigten mitnimmt. DIE LINKE will, dass Arbeit umverteilt und Arbeitsplätze geschützt werden. Wir wollen einen sozial-ökologischen Umbau der Industrie, der Arbeitsplätze sichert und das Klima schützt. Dafür steht DIE LINKE.

Dateien