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Stadt muss historische Chance am Erwin-Schoettle-Platz nutzen!

Es ist ein gigantisches Gelände, das ab 2022 am Erwin-Schoettle-Platz in Stuttgart-Süd frei wird: Bereits im Sommer 2019 wurde bekannt, dass das Statistische Landesamt seinen dortigen Sitz verlässt, um nach Fellbach in ein größeres Gebäude zu ziehen. Auch der Standort der Uni Stuttgart, der auf dem gleichen Gelände untergebracht ist, wird ab 2030 wegziehen. Dadurch wird eine Fläche von 15.000 Quadratmetern frei.

Der Stadt Stuttgart bietet sich damit eine historische Chance: Ein so großes zusammenhängendes Gelände in zentraler Lage wird es lange nicht wieder geben. Hunderte günstiger Wohneinheiten, soziale und kulturelle Einrichtungen, Räumlichkeiten für Künstler*innen oder kleine Gewerbeeinheiten wären hier zu günstigen Mietpreisen möglich – wenn sich die Stadt jetzt für den Erwerb des Geländes einsetzt und sich anschließend für eine Nutzung im Sinne dessen bereit zeigt, was Stuttgart am dringendsten braucht.

Das Gelände gehört dem Land Baden-Württemberg, und immer wieder ist zu hören, die Stadt stünde bereits in Verhandlungen über einen Erwerb. Offiziell verkündet wurde allerdings nichts, obwohl der Auszug des Landesamtes schon fast vor der Tür steht. Erinnert man sich daran, dass die Stadt in jüngster Vergangenheit selbst Vorkaufsrechte nicht wahr nahm (wie etwa in der Sedan-/Neckarstraße in Stuttgart-Ost), so ist die Sorge nun groß, auch hier werde man erst informiert, wenn alles bereits entschieden ist. Gerade jetzt, in einer Zeit, in der etliche politische Beteiligungsebenen außer Kraft gesetzt wurden oder nur noch im Notbetrieb laufen, wächst die Befürchtung, dass die Stadt ihren dringenden Auftrag zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum wieder mal nicht ernst nimmt.

Die FrAKTION im Gemeinderat und ihre Vertreter*innen im Bezirksbeirat Stuttgart-Süd haben daher Anfragen nach dem aktuellen Stand in dieser Sache eingereicht und werden sich auch weiter für die künftige Nutzung des Geländes im Interesse des Großteils der Stuttgarter*innen einsetzen.