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Stuttgarter Nachrichten: "Klinikmitarbeiterin bangt um Obdach"

Eine Mitarbeiterin des Klinikum Stuttgart, die als Reinigungskraft arbeitet, alleinerziehend, wohnt mit befristetem Mietvertrag in den zum Abriss freigegebenen Personalwohnheimen im Priesnitzweg in Bad Cannstatt. Ihr Mietervertrag endet mit dem 31. März 2020.

Aber, weil man sich mit dem mageren Gehalt eines "systemrelevanten Berufs" in Stuttgart keine andere Wohnung leisten kann, drohte der Kollegin die Obdachlosigkeit. Was für eine Schande!

Dank der Intervention der Mieterinitiativen Stuttgart und des Drucks über die Presse konnte der städtischen SWSG (inzwischen die Eigentümerin der Personalwohnheime) das Zugeständnis abgetrotzt werden: Am 27.03. erklärte die SWSG, die Mieterin dürfte vorerst in dem Wohnheim bleiben und man wolle der Mieterin eine neue Wohnung anbieten. Die Mieterinitiativen Stuttgart und DIE LINKE werden den Fall nicht vergessen und sich dafür einsetzen, dass die SWSG ihre Zusage einhält.

Unsere Genossin Ursel Beck, Sprecherin der Mieterinitiativen Stuttgart, wird in dem untenstehenden Artikel in den Stuttgarter Nachrichten mit folgenden Worten zitiert: „Die Kolleginnen im Reinigungsbereich sagen, dass die Arbeit allein wegen Schutzkleidung und Atemmasken viel anstrengender geworden ist. Es fehle zudem an Personal“, so Sprecherin Ursel Beck. „Alle reden jetzt davon, dass die Beschäftigten in den Krankenhäusern heldenhaft arbeiten. Was ist das für eine Heuchelei, wenn dann gleichzeitig so mit ihnen umgegangen wird?“, fragt sie.