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Wieder Streiks im Einzelhandel: Genau richtig!

Der Kreisverband der LINKEN Stuttgart wünscht den heute, am 24. Mai, in einen zwei-tägigen Warnstreik getretenen Beschäftigten im Stuttgarter Einzelhandel viel Erfolg. „Die Beschäftigten im Einzelhandel arbeiten ständig unterbesetzt und stehen unter hohem Zeitdruck. Trotzdem sind sie mit vollem Einsatz dabei. Reallohnverluste haben sie nicht verdient – im Gegenteil, die Löhne müssen jetzt ordentlich steigen!“, sagt Filippo Capezzone aus dem Vorstand der LINKEN Stuttgart.

Unter den Städten mit den bundesweit teuersten Mieten steht Stuttgart bereits auf Platz 3. Auch die Region Stuttgart hat besonders hohe Mietpreise. „Mit dem Monatsverdienst der Verkäufer*innen ist es kaum noch möglich, hier eine bezahlbare Wohnung zu finden. Vor allem, da fast 2/3 der Beschäftigten nur in Teilzeit arbeiten – in vielen Fällen unfreiwillig, sie kriegen einfach keine Vollzeitverträge“, ergänzt Dagmar Uhlig, auch Sprecherin des Kreisverbands.

Im Rahmen der laufenden Tarifrunde im Einzelhandel Baden-Württemberg ist dies bereits die dritte Woche mit Streiktagen in Folge. Damit hat ver.di auf ein viel zu niedriges Angebot der Arbeitgeber reagiert. In der letzten Verhandlung boten sie den Beschäftigten ab 1. April 2019 eine Steigerung von 1,5 %, ab 1. April 2020 weitere 1 % - dabei hat das Statistische Bundesamt eine Inflation von 2 % für 2019 prognostiziert und die Gewinne im Handel sind anhaltend gut. Ver.di hat 6,5 %, mindestens 163 € mehr gefordert.

DIE LINKE setzt sich auf allen Ebenen für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen der Beschäftigten ein – vom kommunalen bis zum EU-Parlament. Der Einzelhandel ist mit bundesweit etwa 3 Mio. Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber. Das Lohnniveau in Kombination mit dem hohen Anteil an Teilzeitbeschäftigten zeigt sich vielfach als Problem: Die Lebenhaltungskosten sind zu hoch, vor allem für Alleinerziehende. Und viele der Beschäftigten sind auch von Altersarmut bedroht. „Da sind die Streiks der Verkäufer*innen jetzt genau richtig“, sagt Dagmar Uhlig.