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Termin
19:00 Uhr

Friedrich Engels - Der erste Marxist?

Mittwoch, 21. Oktober 2020, 19:00 Uhr | Clara-Zetkin-Haus, Gorch-Fock-Str. 26

70619 Stuttgart | Veranstalter: Clara Zetkin Haus/RLS BW

Vortrag & Diskussion mit Michael Krätke


Anlasslich des 200. Geburtstag von Friederich Engels verfasste der Autor Michael Krätke den Band «Friedrich Engels oder: Wie ein Cotton-Lord den Marxismus erfand», Verlag Dietz Berlin.

Aus dem Klappentext:
Ist von Friedrich Engels die Rede, denkt man an Karl Marx; umgekehrt ist das seltener der Fall. Engels selbst sprach von sich als der »zweiten Violine«. Mehr als eine Handvoll Engels-Biografien gibt es bis heute nicht, kein Vergleich mit dem Rummel um Marx und den Konjunkturen der Marx-Industrie. Im Marxismus- Leninismus wurde aus den Freunden Marx und Engels eine Art heilige Zweifaltigkeit. Dabei hat es die Doppelperson der parteimarxistischen Heiligenlegenden nie gegeben. Beide Männer waren starke Charaktere. Und eins ist gewiss: Ohne Engels hätte es Marx nie gegeben.«


Nach Marx Tod kam Engels die Aufgabe zu dessen Werke herauszugeben, insbesondere die Veröffentlichung der Bände II und III des «Kapitals» aus Marx handschriftlichen Manuskripten. Zugleich war Engels aber selbst Autor zahlreicher theoretischen Schriften und verfügte als Unternehmer tiefe Einblicke und praktische Kenntnisse über die Funktionsweise der kapitalistischen Produktion und Gesellschaft, von denen auch Marx' Schriften profitierten.

Darüber hinaus hatte Engels großen Einfluss auf die Entwicklung der aufstrebenden Sozialdemokratien in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern wie Österreich, Frankreich, Russland, Spanien u.a. Viele bekannte europäische Sozialisten haben die Gedanken von Marx durch die Publikationen von Engels kennen und verstehen gelernt. Gerade durch die Popularisierung der Schriften und Ideen von Marx wird Engels seitens einiger marxistischer Strömungen den Vorwurf eingebracht, die politische Ökonomie und die marxsche dialektische Methode verflacht zu haben. Anderen galt/gilt er als Begründer des Reformismus in der sozialistischen Bewegung.

Michael Krätke zeichnet in seinem Buch ein differenziertes Bild von Friedrich Engels, einer der vielseitigsten Figuren der modernen Arbeiterbewegung.

Prof. Dr. Michael R. Krätke ist Ökonom und Politikwissenschaftler. Er war Professor für Politische Ökonomie an der Universität Lancaster/UK und ist Autor zahlreicher Bücher. Er ist journalistisch tätg und veröffentlicht regelmäßig Beiträge in verschiedenen Zeitschriften und Zeitungen wie SPW, Blätter für deutsche und internationale Politik, Der Freitag, WOZ, Analyse & Kritik oder Junge Welt u.a..  Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Geschichte ökonomischer Theorien, die Geschichte des modernen Kapitalismus und Wirtschafts- und Finanzkrisen. Er arbeitet als Gutachter und Berater an der Herausgebe der Marx-Engels-Gesamtausgabe mit.

Eine Veranstaltung der Rosa Luxemburg Stiftung Baden-Württemberg in Kooperation mit dem Clara-Zetkin-Haus

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