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Termin KV Stuttgart
18:00 Uhr

Streiks für mehr Personal im Krankenhaus - 2015 bis 2021 und wie weiter?

Globales Klassenzimmer, Charlottenplatz 17 | Diskussion &Vortrag | Veranstalter: Kreisverband Stuttgart / AG B& G

In deutschen Krankenhäusern arbeiten Klinikbeschäftigte schon lange wegen Personalmangel am Limit. Eine Pflegekraft versorgt  11 Kranke, nur in Griechenland sind es im europäischen Vergleich noch mehr. Die Unterbesetzung auf Stationen führt zu Stress und Burnout und ist auch eine Gefahr für die Patienten. Immer mehr Beschäftigte verlassen den Beruf, was den Personalmangel noch verstärkt.

Nötig wäre endlich ein politischer Richtungswechsel. Die Kommerzialisierung muss zurückgedrängt, die Krankenhausfinanzierung über Fallpauschalen (DRG) durch eine bedarfsgerechte Finanzierung ersetzt werden. Es braucht gesetzliche Personalvorgaben, die sich am tatsächlichen Bedarf orientieren. Keine Regierung der letzten Jahre hat das angepackt. Deshalb haben die Beschäftigten die Sache selbst in die Hand genommen.

Streik für mehr Personal
Seit 2015 gibt es in Deutschen Krankenhäusern Streikbewegungen für Haustarifverträge für mehr Personal. Der vorläufige Höhepunkt war der 34-tägige Streik an den Berliner Kliniken in 2021. Die Forderung: Mindestpersonalbesetzungen für Stationen und Bereiche. Falls Beschäftigte dennoch in unterbesetzten Schichten arbeiten müssen, gibt es einen Belastungsausgleich in zusätzlicher Freizeit. Am 12. Oktober willigten die Arbeitgeber schließlich ein einen Tarifvertrag Entlastung abzuschließen. Ein beachtlicher Etappensieg.

Was können wir davon lernen?
Auch an Stuttgarter Krankenhäusern sind die Bedingungen nicht besser. Grund genug uns mit dem Thema in Stuttgart zu Beschäftigen. Was sind die politischen Fehlsteuerungen, die guter Arbeit in den Krankenhäusern im Weg steht? Wie haben sich die "Häuserkämpfe" in den Krankenhäusern in Deutschland entwickelt. Welche Erfahrungen wurden seit 2015 gemacht? Was können wir auch für Stuttgart daraus lernen?
Darüber diskutieren wir mit Daniel Behruzi (Soziologe und Journalist, publiziert seit vielen Jahren zu Arbeitskonflikten im Gesundheitswesen), Volker Mörbe (ver.di-Vertrauenleutesprecher am Klinikum Stuttgart) gibt ein paar Einblicke aus der Situation im Klinikum Stuttgart und Moritz Damoune (Gesundheits- und Krankenpfleger an der Charité Berlin, wird und Eindrücke aus der aktuellen Tarifbewegung in Berlin geben).

Kommt dazu und diskutiert mit!
Die Veranstaltung findet statt am Mittwoch, den 3. November im "Globalen Klassenzimmer" statt (Charlottenplatz 17, 70173 Stuttgart). Für den Einlass gelten die "3G" -  bitte bringt Impfnachweis, Gensenen- oder Testnachweis mit. Eine Voranmeldung unter der unten angegebenen Adresse hilft uns bei der Planung ist aber nicht zwingend nötig.

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